Review: Factorio

steam
indie

#1

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Factorio, ein Spiel, bei dem man sich sicher denkt: “Das ist was für Nerds”
Seit 5 Jahren in Early Access habe ich nun beschlossen es endlich zu kaufen

In Factorio bruchlandet man auf einem fremden Planeten und versucht eine neue Rakete aufzubauen um entweder abzuhauen oder den Planeten zu übernehmen. Schnell wird man die Umwelt durch seine Fabriken verpesten und die “Ur-Einwohner” verärgern, diese bilden eine kontinuierliche Bedrohung.
Das erste was aber auffällt ist, das die Grafik unglaublich “schlecht” aussieht. Tatsächlich sind fast alle anderen Core-Mechaniken auf einem Minimum bis nicht vorhanden. Die Entwickler haben all ihre Energie ins Gameplay gesteckt, genauer darin eine automatisierte Fabrik aufzubauen und kontinuierlich zu erweitern. Realismus spielt dabei keine Rolle, Hauptsache das auf- und abbauen der Fabrik funktioniert schnell und unkompliziert.

Im Tutorial bekommt man einige Grundlagen ans Herz gelegt, im “Free Play” merkt man aber das es gar nicht so einfach ist wie man gedacht hat. Bis man eine Rakete gebaut hat vergehen mehrere dutzend Stunden, muss einen gewaltigen Tech Tree erforschen und schiere Unmengen an Rohstoffen verbauen.

Um die gigantischen Flüsse an Rohstoffen und hergestellten Materialien zur richtigen Stelle zu bringen, gibt es im Spiel 4 Möglichkeiten, über:

  • Laufbänder
  • Züge
  • Den Spieler selbst / Einem Auto
  • Fliegende Roboter

anhand dieser Mittel schürft man nun Erze und Kohle, pumpt Wasser und Öl, generiert Strom durch Solar- oder Dampfgeneratoren und verbaut alles zu erweiterten Materialien wie Leiterplatten oder Kupferkabel. Durch Stein- oder Zementböden wandelt man den teils belebten Planeten immer weiter in einen Industrie-Komplex.

Aber selbst nach dem “Ende” bleibt noch viel Luft nach oben. Der Tech-Tree will weiter ausgebaut werden, bestehende Fabriken weiter optimiert werden, Rohstoffe wollen aus angrenzenden Erzvorkommen gewonnen werden. Zusätzlich gibt es einen Multiplayer für mehrere hundert Spieler gleichzeitig.

Mein Fazit ist das Factorio wirklich fordernd ist, wer bereit ist mehrere dutzend Stunden zu investieren, der wird hier seinen Spaß finden. Auch Fans von sogenannten “Wusel”-Spielen wie Siedler werden hier auf ihre Kosten kommen, den Laufbändern bei ihrer Arbeit zuzuschauen hat einfach etwas Beruhigendes.
Zusätzlich sei noch gesagt das ein neues großes Update (Version 0.17) derzeit in den Startlöchern steht und für diesen/nächsten Monat angedacht ist. Auch distanzieren sich die Entwickler von Rabattaktionen und vertreiben ihr Spiel immer zum selben Preis, eine Reduktion wie bei Steam Sales üblich, findet nicht statt.

Getestet wurde die Linux Version über Steam
Eine DRM-freie Version ist auch erhältlich